Fahrt in die Berge
Südlich von Perpignan strecken die Pyrenäen ihre Füße ins Mittelmeer. Und locken uns vom Strand weg auf eine Fahrt in die Berge. Die Hauptroute von Perpignan nach Andorra verläuft durch das Tal des Flusses Têt. Anfangs ist dieses Tal breit, die Straße gut ausgebaut, die Fahrt nicht sonderlich aufregend. Doch hinter Villefranche-de-Conflent ändert sich das Bild. Die Berge rücken zusammen, die Straße wird schmaler und steigt in ungezählten Kurven an.
Der Têt fließt nun tief unten zwischen schroffen Felsen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht klebt eine alte Bahnlinie am Berg. Das Tal ist dicht bewaldet. Akazien stehen in saftigem Sommergrün und Edelkastanien lassen helle "Schwänzchen" im Wind flattern. Kaum eine Felsritze, die nicht von Kräutern oder niedrigen Sträuchern erobert wird. Drahtseilnetze sichern die Straße vor Steinschlag, eine niedrige Natursteinmauer vor dem Abgrund.
Selten haben sich ein paar Häuser zu einem Dorf zusammengerottet. Schmal, hoch und düster klammern sie sich aneinander und an die Felswände. Die Fensterläden geschlossen, als würde ihnen sonst schwindlig. Nur hier und da blinzelt eine offene Tür. Das Dorf scheint nur bewohnt von Mauerseglern, die in waghalsigen Schwüngen von Haus zu Baum zu Fels schießen, Haken schlagen wie fliegende Kaninchen und wohl nie landen.
Die Straße klettert weiter die Berge hinauf, schlängelt sich Kehre um Kehre dem Himmel entgegen. Der ist anfangs so grau wie die Häuserwände. Dann hebt sich plötzlich der Vorhang und kräftiges Blau erscheint auf der Bühne. Ein paar weiße Quellwolken spielen Schafe. Der Dunst aus dem Tal folgt uns, doch wir sind schneller als die Nebel.
Die Berge weichen zurück, die Schlucht weitet sich. Immer noch sind die felsigen Hänge bewaldet. Akazien und Kastanien werden abgelöst von Kiefern und Birken.
Noch einige Kurven und die Landschaft öffnet eine neue Tür. Eine Hochebene mit Dörfern im Sommerschlaf. Skigebiet mit Liften und Pistenschneisen. Weiden, auf denen Rinder und Schafe Kräuter genießen. Felder mit reifem Weizen und blühenden Kartoffeln. An den Straßenrändern hat ein Maler sein buntes Repertoir verstreut: Hornklee, Bergthymian, Malven und Wiesenkerbel. Sogar die Blätter des gelben Enzians erkenne ich im Vorbeifahren.
Die Straßen sind gesäumt von Markierungsstäben mit rotlackierten Spitzen. Hoch kann hier oben im Winter der Schnee liegen, staune ich.
An einem spiegelglatten Stausee verlassen wir den Têt, folgen nun der Aude. Wir tauchen ein in neue Wälder voller Birken, Buchen und Eichen. Adlerfarne winken am Straßenrand. Und so, wie wir vom Mittelmeer aus hinaufgefahren sind in die Pyrenäen, so steigen wir Kurve um Kurve wieder hinab.
Der Têt fließt nun tief unten zwischen schroffen Felsen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht klebt eine alte Bahnlinie am Berg. Das Tal ist dicht bewaldet. Akazien stehen in saftigem Sommergrün und Edelkastanien lassen helle "Schwänzchen" im Wind flattern. Kaum eine Felsritze, die nicht von Kräutern oder niedrigen Sträuchern erobert wird. Drahtseilnetze sichern die Straße vor Steinschlag, eine niedrige Natursteinmauer vor dem Abgrund.
Selten haben sich ein paar Häuser zu einem Dorf zusammengerottet. Schmal, hoch und düster klammern sie sich aneinander und an die Felswände. Die Fensterläden geschlossen, als würde ihnen sonst schwindlig. Nur hier und da blinzelt eine offene Tür. Das Dorf scheint nur bewohnt von Mauerseglern, die in waghalsigen Schwüngen von Haus zu Baum zu Fels schießen, Haken schlagen wie fliegende Kaninchen und wohl nie landen.
Die Straße klettert weiter die Berge hinauf, schlängelt sich Kehre um Kehre dem Himmel entgegen. Der ist anfangs so grau wie die Häuserwände. Dann hebt sich plötzlich der Vorhang und kräftiges Blau erscheint auf der Bühne. Ein paar weiße Quellwolken spielen Schafe. Der Dunst aus dem Tal folgt uns, doch wir sind schneller als die Nebel.
Die Berge weichen zurück, die Schlucht weitet sich. Immer noch sind die felsigen Hänge bewaldet. Akazien und Kastanien werden abgelöst von Kiefern und Birken.
Noch einige Kurven und die Landschaft öffnet eine neue Tür. Eine Hochebene mit Dörfern im Sommerschlaf. Skigebiet mit Liften und Pistenschneisen. Weiden, auf denen Rinder und Schafe Kräuter genießen. Felder mit reifem Weizen und blühenden Kartoffeln. An den Straßenrändern hat ein Maler sein buntes Repertoir verstreut: Hornklee, Bergthymian, Malven und Wiesenkerbel. Sogar die Blätter des gelben Enzians erkenne ich im Vorbeifahren.
Die Straßen sind gesäumt von Markierungsstäben mit rotlackierten Spitzen. Hoch kann hier oben im Winter der Schnee liegen, staune ich.
An einem spiegelglatten Stausee verlassen wir den Têt, folgen nun der Aude. Wir tauchen ein in neue Wälder voller Birken, Buchen und Eichen. Adlerfarne winken am Straßenrand. Und so, wie wir vom Mittelmeer aus hinaufgefahren sind in die Pyrenäen, so steigen wir Kurve um Kurve wieder hinab.
Uta-Traveller - 7. August, 19:27

