Blumenkind
Am Rhein auf einer Bank sitzen und dem strömenden Wasser zuschauen. Die Bank steht im Windschatten einer alten Stadtmauer, umgeben von Gras, Löwenzahn und Gänseblümchen. Davor ein schmaler, asphaltierter Weg für Fußgänger, Inline-Skater und einzelne Radfahrer. Nur wenige Meter entfernt der Rhein und am anderen Ufer die Schweiz.
Eine alte Holzbrücke - die längste überdachte Holzbrücke Europas (länger als die bekannte Kapellbrücke in Luzern) - verbindet Bad Säckingen mit dem Schweizer Ort Stein (nein, nicht das Stein am Rhein am Bodensee). Wir sind hinüber und herüber gegangen, haben uns umgeschaut, sind durch die Gassen von Bad Säckingen gebummelt und haben fotografiert. Und jetzt sitzen wir hier und genießen Sonne, leises Rauschen des Rheines und Vogelzwitschern.
Zwei Ruderboote fahren flussabwärts mit gleichmäßigem Paddelschlag. Wie mühsam wird ihnen der Rückweg werden gegen die Strömung.
Menschen flanieren vorbei, in Sonntagskleidung die älteren, die jungen in bequemer Kluft.
Ein Spatz hüpft neugierig um uns herum, mustert mich aus seinen glänzenden Knopfaugen. Als er feststellt, dass wir keine Krümel für ihn haben, flattert er weiter.
Mein Blick fällt immer wieder auf die Gänseblümchen im Gras, die im milden Wind leicht zittern wie winzige Sonnen. Gänseblümchen?
Ich überlege nicht lange und hocke mich ins Gras, pflücke eine Hand voll Blumen mit kurzen, dicken Stielen. Vorsichtig schlitze ich den Stiel der ersten Blüte mit dem Fingernagel auf. Ich schiebe einen zweiten Blütenstiel hindurch, bis sich die Blüte festhakt. Nächster Schlitz, nächste Blüte, immer weiter, immer leichter geht es von der Hand. Ich halte die Kette an den Enden zusammen, sie ist lang genug als Kranz. Behutsam kneife ich ein Loch in den letzten Stiel, vergrößere den Schlitz, bis das erste Blütenköpfchen hindurch passt, ohne dass die Pflanzenfasern reißen. Geschafft!
Ich setze mir den Gänseblümchenkranz aufs Haar, fühle mich wie ungefähr fünf und freue mich über das Lächeln der Passanten. Eine Dame sagt im Vorübergehen: "Gestern habe ich mir auch einen gemacht." Ich komme mir überhaupt nicht kindisch vor.
Eine alte Holzbrücke - die längste überdachte Holzbrücke Europas (länger als die bekannte Kapellbrücke in Luzern) - verbindet Bad Säckingen mit dem Schweizer Ort Stein (nein, nicht das Stein am Rhein am Bodensee). Wir sind hinüber und herüber gegangen, haben uns umgeschaut, sind durch die Gassen von Bad Säckingen gebummelt und haben fotografiert. Und jetzt sitzen wir hier und genießen Sonne, leises Rauschen des Rheines und Vogelzwitschern.
Zwei Ruderboote fahren flussabwärts mit gleichmäßigem Paddelschlag. Wie mühsam wird ihnen der Rückweg werden gegen die Strömung.
Menschen flanieren vorbei, in Sonntagskleidung die älteren, die jungen in bequemer Kluft.
Ein Spatz hüpft neugierig um uns herum, mustert mich aus seinen glänzenden Knopfaugen. Als er feststellt, dass wir keine Krümel für ihn haben, flattert er weiter.
Mein Blick fällt immer wieder auf die Gänseblümchen im Gras, die im milden Wind leicht zittern wie winzige Sonnen. Gänseblümchen?
Ich überlege nicht lange und hocke mich ins Gras, pflücke eine Hand voll Blumen mit kurzen, dicken Stielen. Vorsichtig schlitze ich den Stiel der ersten Blüte mit dem Fingernagel auf. Ich schiebe einen zweiten Blütenstiel hindurch, bis sich die Blüte festhakt. Nächster Schlitz, nächste Blüte, immer weiter, immer leichter geht es von der Hand. Ich halte die Kette an den Enden zusammen, sie ist lang genug als Kranz. Behutsam kneife ich ein Loch in den letzten Stiel, vergrößere den Schlitz, bis das erste Blütenköpfchen hindurch passt, ohne dass die Pflanzenfasern reißen. Geschafft!
Ich setze mir den Gänseblümchenkranz aufs Haar, fühle mich wie ungefähr fünf und freue mich über das Lächeln der Passanten. Eine Dame sagt im Vorübergehen: "Gestern habe ich mir auch einen gemacht." Ich komme mir überhaupt nicht kindisch vor.
Uta-Traveller - 7. Mai, 20:33

