Verspielt (3)
"Ich ... ich glaub's nicht!", stammelte Dirk, als Corinna in den Raum rauschte.
Sie war fast 1,80 Meter groß, schlank und trug die schulterlangen Haare offen. Die dunklen Locken wippten bei ihren federnden Bewegungen. Sie streckte die Hand aus, als sie Dirk erreichte.
"Hi, wie geht's dir? Schön euch alle zu treffen."
In ihr Deutsch mischte sich ein englischer Akzent.
Dirk ließ ihre Hand erst los, als Manfred ihn von der Seite anstieß.
"Willkommen, Corinna", sagte er, "setz dich doch. Was möchtest du trinken?"
Er füllte ein Glas mit Wein, ein zweites mit Wasser und reichte beide der früheren Schulfreundin.
Heike brach das Schweigen, das sich nach dem Anstoßen zwischen ihnen ausgebreitet hatte wie zäher Teig.
"Hast du dich schon wieder eingelebt hier? Nach all den Jahren?"
Corinna schüttelte den Kopf.
"So schnell geht das nicht. Es ist schon ein Unterschied, ob du zu Besuch hier bist oder ob du wieder in dieser Stadt leben willst. Ich bin zuerst zu meiner Mutter gezogen, damit ich in Ruhe nach einer Wohnung suchen kann."
"Bei mir im Haus wird demnächst eine frei", sagte Dirk und wurde ein bisschen rot, als Corinna ihn anlächelte.
"Fein, die schaue ich mir gerne mal an."
Dann sah sie Manfred in die Augen.
"Nächsten Monat ist die Abi-Revival-Feier. Ich habe gleich zugesagt, als ich den Brief in den Händen hatte. Ihr geht doch bestimmt auch alle hin, oder?"
"Mal sehen", mischte sich Heike ein. "Wir haben uns noch nicht entschieden."
Manfreds Kopf ruckte erstaunt zur Seite.
"Wäre schon toll, wenn viele kämen", plauderte Corinna unbefangen. "Ich habe bei Mama gestern in unserer alten Abi-Zeitung gestöbert. Sie hat sie wirklich aufgehoben. Diese Fotos damals! Erinnert ihr euch noch an Bozo?"
"War das der Kleine mit den strubbeligen Haaren?", wollte Heike wissen und Dirk musste lachen.
"Strubbelige Haare hat er immer noch, allerdings inzwischen deutlich weniger."
"Die Mutprobe mit dem Seil wäre fast schief gegangen", sagte Manfred nachdenklich. "So eine verrückte Sache, vom Schuldach runterzuklettern. Verdammt, das waren drei Stockwerke. Er hätte sich das Genick brechen können."
Die anderen schwiegen verlegen. Sie alle erinnerten sich, für wen der kleine Bozo damals den Helden spielen wollte.
"Beim Aufräumen habe ich das alte Monopoly wieder gefunden", versuchte Heike einen Themenwechsel.
"Meine Güte, das haben wir gespielt bis zum Umfallen. Ist uns nie langweilig geworden, oder?" Corinna sah von einem zum anderen. "Ich weiß gar nicht, ob ich das heute noch könnte."
"Na los!" Manfred grinste seine Frau an. "Hol die Kiste schon her. Tun wir so, als wären wir wieder achtzehn."
Sie war fast 1,80 Meter groß, schlank und trug die schulterlangen Haare offen. Die dunklen Locken wippten bei ihren federnden Bewegungen. Sie streckte die Hand aus, als sie Dirk erreichte.
"Hi, wie geht's dir? Schön euch alle zu treffen."
In ihr Deutsch mischte sich ein englischer Akzent.
Dirk ließ ihre Hand erst los, als Manfred ihn von der Seite anstieß.
"Willkommen, Corinna", sagte er, "setz dich doch. Was möchtest du trinken?"
Er füllte ein Glas mit Wein, ein zweites mit Wasser und reichte beide der früheren Schulfreundin.
Heike brach das Schweigen, das sich nach dem Anstoßen zwischen ihnen ausgebreitet hatte wie zäher Teig.
"Hast du dich schon wieder eingelebt hier? Nach all den Jahren?"
Corinna schüttelte den Kopf.
"So schnell geht das nicht. Es ist schon ein Unterschied, ob du zu Besuch hier bist oder ob du wieder in dieser Stadt leben willst. Ich bin zuerst zu meiner Mutter gezogen, damit ich in Ruhe nach einer Wohnung suchen kann."
"Bei mir im Haus wird demnächst eine frei", sagte Dirk und wurde ein bisschen rot, als Corinna ihn anlächelte.
"Fein, die schaue ich mir gerne mal an."
Dann sah sie Manfred in die Augen.
"Nächsten Monat ist die Abi-Revival-Feier. Ich habe gleich zugesagt, als ich den Brief in den Händen hatte. Ihr geht doch bestimmt auch alle hin, oder?"
"Mal sehen", mischte sich Heike ein. "Wir haben uns noch nicht entschieden."
Manfreds Kopf ruckte erstaunt zur Seite.
"Wäre schon toll, wenn viele kämen", plauderte Corinna unbefangen. "Ich habe bei Mama gestern in unserer alten Abi-Zeitung gestöbert. Sie hat sie wirklich aufgehoben. Diese Fotos damals! Erinnert ihr euch noch an Bozo?"
"War das der Kleine mit den strubbeligen Haaren?", wollte Heike wissen und Dirk musste lachen.
"Strubbelige Haare hat er immer noch, allerdings inzwischen deutlich weniger."
"Die Mutprobe mit dem Seil wäre fast schief gegangen", sagte Manfred nachdenklich. "So eine verrückte Sache, vom Schuldach runterzuklettern. Verdammt, das waren drei Stockwerke. Er hätte sich das Genick brechen können."
Die anderen schwiegen verlegen. Sie alle erinnerten sich, für wen der kleine Bozo damals den Helden spielen wollte.
"Beim Aufräumen habe ich das alte Monopoly wieder gefunden", versuchte Heike einen Themenwechsel.
"Meine Güte, das haben wir gespielt bis zum Umfallen. Ist uns nie langweilig geworden, oder?" Corinna sah von einem zum anderen. "Ich weiß gar nicht, ob ich das heute noch könnte."
"Na los!" Manfred grinste seine Frau an. "Hol die Kiste schon her. Tun wir so, als wären wir wieder achtzehn."
Uta-Traveller - 29. Juni, 19:19

