Collioure, Céret und die Kunst
Zwei kleine Städte im Roussillon, der südfranzösischen Provinz an der Grenze zu Spanien. Zwei Orte, die so unterschiedlich sind und doch viel gemeinsam haben.
Collioure liegt direkt am Mittelmeer. Eine Wehrkirche schützt den Hafen, dem bunte katalanische Fischerboote Farbkleckse ins tiefblaue Wasser malen.
Eine Spezialität sind die gesalzenen, in Öl eingelegten Anchovisfilets, die seit Generationen auf traditionelle Weise zubereitet werden.
Eine andere Delikatesse ist der Wein, denn Collioure gehört zum Banyuls-Gebiet. Hier wird seit den Zeiten der Templer ein berühmter Wein mit natürlicher Süße erzeugt, der als Aperitif oder zum Dessert getrunken wird.
Die Häuser von Collioure scheinen ihre Farben den Booten abgeschaut zu haben. Enge Gassen, kleine Geschäfte, gemütliche Kneipen und Restaurants werden vom warmen Sonnenlicht verzaubert.
Das haben Anfang des 20. Jahrhunderts auch Künstler wie Matisse und Derain erkannt und haben diese Farben in ihren Bildern leuchten lassen. Der Fauvismus ist sozusagen in Collioure entstanden.
Etwa 30 Kilometer von Collioure entfernt im Landesinneren, an den Ausläufern des Pic du Canigou findet man Céret, die Stadt der Kirschen. Das milde Mikroklima lässt hier die Kirschen früher als überall sonst in Frankreich reifen. Das erste Körbchen voll roter Früchte - oft schon Mitte April - erhält der französische Staatspräsident.
Céret zeigt ruhige Farbtöne, Sandstein herrscht vor. Boulevards überschattet von gewaltigen Platanen. Dazwischen Gassen, so eng, dass selbst die Mittagssonne kaum den Boden erreicht. Wäscheleinen vor den Fenstern in vier Meter Höhe. Alte Holztüren mit bronzenen Klopfern.
Auch hier haben sich am Beginn des 20. Jahrhunderts Maler niedergelassen, allen voran Picasso und Braque, haben Céret zum "Mekka des Kubismus" gemacht.
Und ein Mekka für Kunstliebhaber ist das kleine Städchen noch immer, denn das Museum für moderne Kunst ist landesweit bekannt. Viele der zum Fundus gehörenden Werke wurden von den Künstlern selber gestiftet. Picasso, Braque, Matisse und andere berühmte Namen gehören dazu.
Eine große Ausstellung des Malers Othon Friesz zeigt in diesem Jahr noch bis zum Herbst das weitgespannte Werk des Künstlers. Bilder verschiedener Epochen seines Schaffens. Helle, bunte Gemälde aus der Zeit des Fauvismus, gedämpftere Farbtöne später. Viel Landschaft, dann wieder Figuren, Portraits. Manche Motive wieder und immer wieder gemalt.
Collioure und Céret. Meer und Land. Fische und Kirschen. Die Malerei verbindet die zwei so verschiedenen Städtchen. Und es lohnt, beiden einen Besuch abzustatten.
Collioure liegt direkt am Mittelmeer. Eine Wehrkirche schützt den Hafen, dem bunte katalanische Fischerboote Farbkleckse ins tiefblaue Wasser malen.
Eine Spezialität sind die gesalzenen, in Öl eingelegten Anchovisfilets, die seit Generationen auf traditionelle Weise zubereitet werden.
Eine andere Delikatesse ist der Wein, denn Collioure gehört zum Banyuls-Gebiet. Hier wird seit den Zeiten der Templer ein berühmter Wein mit natürlicher Süße erzeugt, der als Aperitif oder zum Dessert getrunken wird.
Die Häuser von Collioure scheinen ihre Farben den Booten abgeschaut zu haben. Enge Gassen, kleine Geschäfte, gemütliche Kneipen und Restaurants werden vom warmen Sonnenlicht verzaubert.
Das haben Anfang des 20. Jahrhunderts auch Künstler wie Matisse und Derain erkannt und haben diese Farben in ihren Bildern leuchten lassen. Der Fauvismus ist sozusagen in Collioure entstanden.
Etwa 30 Kilometer von Collioure entfernt im Landesinneren, an den Ausläufern des Pic du Canigou findet man Céret, die Stadt der Kirschen. Das milde Mikroklima lässt hier die Kirschen früher als überall sonst in Frankreich reifen. Das erste Körbchen voll roter Früchte - oft schon Mitte April - erhält der französische Staatspräsident.
Céret zeigt ruhige Farbtöne, Sandstein herrscht vor. Boulevards überschattet von gewaltigen Platanen. Dazwischen Gassen, so eng, dass selbst die Mittagssonne kaum den Boden erreicht. Wäscheleinen vor den Fenstern in vier Meter Höhe. Alte Holztüren mit bronzenen Klopfern.
Auch hier haben sich am Beginn des 20. Jahrhunderts Maler niedergelassen, allen voran Picasso und Braque, haben Céret zum "Mekka des Kubismus" gemacht.
Und ein Mekka für Kunstliebhaber ist das kleine Städchen noch immer, denn das Museum für moderne Kunst ist landesweit bekannt. Viele der zum Fundus gehörenden Werke wurden von den Künstlern selber gestiftet. Picasso, Braque, Matisse und andere berühmte Namen gehören dazu.
Eine große Ausstellung des Malers Othon Friesz zeigt in diesem Jahr noch bis zum Herbst das weitgespannte Werk des Künstlers. Bilder verschiedener Epochen seines Schaffens. Helle, bunte Gemälde aus der Zeit des Fauvismus, gedämpftere Farbtöne später. Viel Landschaft, dann wieder Figuren, Portraits. Manche Motive wieder und immer wieder gemalt.
Collioure und Céret. Meer und Land. Fische und Kirschen. Die Malerei verbindet die zwei so verschiedenen Städtchen. Und es lohnt, beiden einen Besuch abzustatten.
Uta-Traveller - 1. August, 19:55
Wally P. (anonym) - 3. August, 12:06
Eine verlockende Reisebeschreibung!
Lebendig, bildlich und informativ. Macht neugierig. Die könntest du einer Zeitschrift zum Veröffentlichen anbieten. Und hättest mit Sicherheit große Chancen auf einen Abdruck.
Lieben Gruß
Wally
Lieben Gruß
Wally
Uta-Traveller - 3. August, 12:37
Ich danke euch.
Nebenbei: ich bin selber süchtig nach Meer und nach Mediterran !
Nebenbei: ich bin selber süchtig nach Meer und nach Mediterran !
Ansuzz - 3. August, 12:40
Freude
Oh, welch eine Freude, diesen Bericht hier zu entdecken! War letztes Jahr selbst dort, bereit zum 2. Mal. Dieses Fleckchen Erde ist ein Traum. Die Landschaft, die Gassen, das Meer, die Kunst, die Luft einfach alles. Dort könnte ich leben!
Vielen Dank für diese Erinnerung. Das Lächeln hat mir heute gefehlt!
Vielen Dank für diese Erinnerung. Das Lächeln hat mir heute gefehlt!
Uta-Traveller - 3. August, 12:46
Ja, ich glaube, wer einmal dort unten war, der kommt immer wieder.
Schön, dass ich dir ein Lächeln geben konnte.
Schön, dass ich dir ein Lächeln geben konnte.


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