Erinnert ihr euch noch ...
an Bruno, den "Problembären"? Im Juni 2006 wurde er erschossen und jetzt hat man ihn ausgestopft. Er soll ab Morgen im Münchner Museum für Mensch und Natur im Schloss Nymphenburg ausgestellt werden. Als Honigdieb !
Damals habe ich ihm ein Gedicht gewidmet:
Requiem auf einen Bären
Der Sommer naht, es ist soweit:
in Deutschland ist Touristenzeit.
Den Ruf nach Schliersee hat vernommen
auch Bruno und ist gleich gekommen.
In Südtirol beginnt die Reise,
bringt ihn nach Bayern still und leise.
Doch als der erste ihn entdeckt,
hat der sich fürchterlich erschreckt.
Denn wilde Tiere hat Mensch gerne
nur hinter Gittern, aus der Ferne.
Im Süden war Geschrei dann groß:
Zu Hilfe, Weh, der Bär ist los!
Die Politik hat ein Problem
mit Bruno. Der ist unbequem.
Weil man den Wildtiertrend verpennt,
fehlt hier das Bärenmanagement.
Der eine will den Bären fassen,
will ihn nach Hause bringen lassen.
Der nächste meint: Lasst ihn doch wandern,
wohin er mag. Protest der andern.
Die meinen, Bruno sei gefährlich,
kein Teddy - seien wir mal ehrlich -
ein Raubtier, das man töten muss.
Punktum, sie fassen den Beschluss:
Wenn innerhalb bestimmter Zeit
der Bär nicht in Gefangenheit
und auch nicht fort aus freiem Willen,
dann dürfen Jäger Bruno killen.
Kaum ist das Urteil stadtbekannt,
geht laut ein Aufschrei durch das Land.
Es spaltet sich die Nation
in pro und contra Bärensohn.
Die einen wollen Bruno schützen,
die andern seinen Pelz besitzen.
Der dritte Part in diesem Spiel
hat keine Wahl, ist nur das Ziel.
Das Ende der Geschichte zeigt
ein Kreuz am Weg. Ein Mann verneigt
sich tief, dann wird ganz schnell vergessen,
dass hier einmal ein Bär gesessen.
© Uta Lösken 2006
Damals habe ich ihm ein Gedicht gewidmet:
Requiem auf einen Bären
Der Sommer naht, es ist soweit:
in Deutschland ist Touristenzeit.
Den Ruf nach Schliersee hat vernommen
auch Bruno und ist gleich gekommen.
In Südtirol beginnt die Reise,
bringt ihn nach Bayern still und leise.
Doch als der erste ihn entdeckt,
hat der sich fürchterlich erschreckt.
Denn wilde Tiere hat Mensch gerne
nur hinter Gittern, aus der Ferne.
Im Süden war Geschrei dann groß:
Zu Hilfe, Weh, der Bär ist los!
Die Politik hat ein Problem
mit Bruno. Der ist unbequem.
Weil man den Wildtiertrend verpennt,
fehlt hier das Bärenmanagement.
Der eine will den Bären fassen,
will ihn nach Hause bringen lassen.
Der nächste meint: Lasst ihn doch wandern,
wohin er mag. Protest der andern.
Die meinen, Bruno sei gefährlich,
kein Teddy - seien wir mal ehrlich -
ein Raubtier, das man töten muss.
Punktum, sie fassen den Beschluss:
Wenn innerhalb bestimmter Zeit
der Bär nicht in Gefangenheit
und auch nicht fort aus freiem Willen,
dann dürfen Jäger Bruno killen.
Kaum ist das Urteil stadtbekannt,
geht laut ein Aufschrei durch das Land.
Es spaltet sich die Nation
in pro und contra Bärensohn.
Die einen wollen Bruno schützen,
die andern seinen Pelz besitzen.
Der dritte Part in diesem Spiel
hat keine Wahl, ist nur das Ziel.
Das Ende der Geschichte zeigt
ein Kreuz am Weg. Ein Mann verneigt
sich tief, dann wird ganz schnell vergessen,
dass hier einmal ein Bär gesessen.
© Uta Lösken 2006
Uta-Traveller - 26. März, 20:17


Gut, der Bär hatte wenig Scheu vor Menschen - haben sie gesagt. Das kann natürlich gefährlich werden. Aber wieso haben ihn dann die erfahrenen Tierfänger nicht fangen können?