Momentaufnahme (1)
Das Morgenritual am PC. Kräutertee trinken, Foren und Blogs besuchen und langsam wach werden. Ist die Teetasse geleert, folgen Kaffee und anschließend Hausarbeit.
Gerade als ich den Kaffee in die große, sonnengelbe Tasse schütten will, klingelt das Telefon.
"Kannst du mal schnell rüberkommen?"
Schon am Tonfall meiner Mutter erkenne ich, dass etwas passiert ist. Ich lasse Kaffee Kaffee sein, greife mir den Hausschlüssel und marschiere über die Straße zum Haus auf der anderen Seite. Gut, dass Mutter so nah ist.
Das Unglück breitet sich in leuchtendem Himbeerrot im Abstellraum aus. Ein Siruppfütze gespickt mit glitzernden Scherben sucht ihren Weg über die Bodenfliesen, sickert in Zeitlupe unter den Vorratsschrank. Küchentücher hindern sie nur notdürftig.
Mit Kehrblech, Eimer und Vorsicht Scherben und Klebriges einsammeln, mit Lappen und viel Wasser die Reste aufwischen. Nach ein paar Minuten kann ich zu Mutter sagen:
"So, jetzt kannst du mit dem Schrubber drüber gehen."
Sie ärgert sich noch ein bisschen, weil ihr die Flasche mit dem Himbeersirup aus den rheumatischen Händen geglitten ist, ausgerechnet eine große, volle Flasche. Und weil sie sich nicht mehr einfach hinknien kann zum Putzen, sondern um Hilfe bitten muss.
Aber sie freut sich auch, dass ich da bin.
"Sonntag ist Muttertag", sage ich.
"Um Muttertag haben wir uns doch noch nie gekümmert", antwortet sie.
"Dass so etwas wie gerade eben jederzeit möglich ist, das ist doch viel wichtiger."
Gerade als ich den Kaffee in die große, sonnengelbe Tasse schütten will, klingelt das Telefon.
"Kannst du mal schnell rüberkommen?"
Schon am Tonfall meiner Mutter erkenne ich, dass etwas passiert ist. Ich lasse Kaffee Kaffee sein, greife mir den Hausschlüssel und marschiere über die Straße zum Haus auf der anderen Seite. Gut, dass Mutter so nah ist.
Das Unglück breitet sich in leuchtendem Himbeerrot im Abstellraum aus. Ein Siruppfütze gespickt mit glitzernden Scherben sucht ihren Weg über die Bodenfliesen, sickert in Zeitlupe unter den Vorratsschrank. Küchentücher hindern sie nur notdürftig.
Mit Kehrblech, Eimer und Vorsicht Scherben und Klebriges einsammeln, mit Lappen und viel Wasser die Reste aufwischen. Nach ein paar Minuten kann ich zu Mutter sagen:
"So, jetzt kannst du mit dem Schrubber drüber gehen."
Sie ärgert sich noch ein bisschen, weil ihr die Flasche mit dem Himbeersirup aus den rheumatischen Händen geglitten ist, ausgerechnet eine große, volle Flasche. Und weil sie sich nicht mehr einfach hinknien kann zum Putzen, sondern um Hilfe bitten muss.
Aber sie freut sich auch, dass ich da bin.
"Sonntag ist Muttertag", sage ich.
"Um Muttertag haben wir uns doch noch nie gekümmert", antwortet sie.
"Dass so etwas wie gerade eben jederzeit möglich ist, das ist doch viel wichtiger."
Uta-Traveller - 9. Mai, 19:55
Pia-Marie (anonym) - 11. Mai, 13:58
Genauso wie deine Mutter denke ich auch, liebe Uta. Ich habe zu meiner Tochter ein sehr gutes, inniges Verhältnis und wir freuen uns das ganze Jahr aneinander und es gibt auch zwischendurch Blümchen oder einen Kuchen zum Nachmittag. An einem "vorgeschriebenen " Tag im Jahr muss mir da nichts bewiesen werden.
Ich wünsche dir schöne Pfingsttage.
Liebe Grüße
Pia
Ich wünsche dir schöne Pfingsttage.
Liebe Grüße
Pia
Uta-Traveller - 11. Mai, 21:24
und morgen werden wir gemeinsam zu Mittag essen
nicht in einem Lokal, sondern bei uns
ich werde mich an den Herd stellen und für uns alle kochen
(was ich normalerweise jeden Sonntag tue und was auch meine Mutter sehr genießt)
liebe Grüße
Uta
nicht in einem Lokal, sondern bei uns
ich werde mich an den Herd stellen und für uns alle kochen
(was ich normalerweise jeden Sonntag tue und was auch meine Mutter sehr genießt)
liebe Grüße
Uta


Liebe Grüße,
Martina