Die Geschichte der ach so grausen Taten der Kronhilde von Dahn

Im Pfälzer Land, nicht weit vom Rhein,
steht eine Burg aus rotem Stein.
Die Sage meint, sie steht sogar
schon an die siebenhundert Jahr'.
Ein Wirt erzählt, er weist hinauf,
ein Fluch läg' insgeheim darauf.
So mancher hört in finstrer Nacht,
wie's droben hohl und schaurig lacht.
Die Tochter ist's vom Grafen Dahn,
die keine Ruhe finden kann,
denn grausig war dereinst ihr Tun,
da sie doch ihren Mann, den Kun-
ibert auf seinem eignen Schild
im tiefen Pfälzer Wald gegrillt.
Der Ritter aber, dem sie hold,
verschmähte Kronhild und ihr Gold,
worauf sie grimmig und entschlossen
ihm Gift in seinen Trank gegossen.
Doch eh' des Ritters Auge brach,
als stöhnend er am Boden lag,
verfluchte er ihr schmählich Tun
und rief, sie mög' nicht eher ruhn
und rastlos durch Gewölbe wandern,
bis daß kein Stein mehr auf dem andern.
* * *
Ungefähr vor dreizehn Jahren
wäre Kronhild fast befreit,
doch dann kamen sie gefahren,
Denkmalschützer unsrer Zeit.
Mit Maschinen, Bier und Plänen
mauerten sie Stein auf Stein.
Kronhilds Jammern unter Tränen
klang durch bleichen Mondesschein.
Weiterhin muss sie nun spuken
durch die Räume, leer und kalt,
und es dringt aus Fensterluken
eisig Lachen durch den Wald.
(© U. u. G. Burmeister 1981)
Uta-Traveller - 16. Mai, 20:29


ich finde
aber nie und nimmer hätte ich dich erkannt ... :-(
wie diese kopfabdeckungen doch verändern.
und es sich NICHT die jahre ;-)
alles liebe!
liebe Grüße und Bussi
Uta